Beckenbodentraining mit Biofeedback: Das PelvicTool
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Das PelvicTool macht Beckenbodentraining greifbar. Wir setzen es seit Jahren erfolgreich ein. Wie es funktioniert, für wen es geeignet ist und wie du es anwendest.
Wie funktioniert das PelvicTool?
Das PelvicTool ist ein Biofeedback-Beckenbodentrainer des Schweizer MedTech-Unternehmens Alonea. Es besteht aus einem ergonomischen, weich gepolsterten Sitzkissen mit einem integrierten Sensortube und einer kostenlosen App für Smartphone oder Tablet.
Der Sensor erfasst kleinste Druckveränderungen im Beckenbereich. Er nimmt z. B. wahr, wenn du deine Beckenbodenmuskulatur an- oder entspannst. Die Daten werden dann sofort an die App übertragen und du siehst auf dem Bildschirm, ob du die richtige Muskulatur aktivierst, wie stark du angespannt hast und ob du danach wieder vollständig loslassen kannst.
Du kannst beim Training komplett angezogen bleiben. Das ist das Angenehme beim PelvicTool. Du trainierst im Sitzen, lässt deine Hose an und musst nichts einführen. Das PelvicTool ist medizinisch zertifiziert und eignet sich für Frauen und Männer. Die Technologie wird seit Jahren in Beckenboden-Physiotherapien, in Rückbildungskursen und in vielen Fitnesszentren eingesetzt.
Warum Biofeedback beim Beckenbodentraining hilft
Der Beckenboden liegt verborgen tief im Körper. Du siehst ihn nicht und kannst ihn nur schwer ertasten. Was leider oft unbewusst passiert: Du aktivierst beim Training die falsche Muskulatur, zum Beispiel Bauch, Gesäss oder Oberschenkel, und merkst es nicht.
Die Folge: Dein Training ist nicht effektiv. Studien zeigen, dass etwa jede fünfte Frau ihren Beckenboden nicht korrekt wahrnehmen und daher auch nicht gezielt ansteuern kann. Wahrscheinlich sind es sogar mehr.
Deshalb ist Biofeedback so nützlich. Es macht die Muskelaktivität für dich oder den Therapeuten sichtbar. Die Methode stammt aus der Physiotherapie und Rehabilitation und gibt dir eine direkte Rückmeldung: Triffst du den Beckenboden? Hältst du die Spannung? Entspannst du danach wirklich? Das Training wird präziser, kontrollierter, nachvollziehbarer und vor allem: es hilft dir wirklich.
Die Vorteile des PelvicTool auf einen Blick
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Gezieltes Training mit sofortigem Feedback auf dem Bildschirm
Nicht-invasiv: kein Entkleiden, nichts einführen, kein kompliziertes Reinigen
Komfortabler, weicher Sitz für schmerzfreies Training, auch bei empfindlichem Gewebe
Geeignet für Frauen und Männer in jedem Alter, auch für Kinder
Kurze Trainingseinheiten: fünf – 7 min10 Minuten, zwei- bis dreimal pro Woche
Strukturierte Programme und Fortschrittskontrolle per App
Spielerische Übungen wie „Pfeilbogenschiessen“, die das Training motivierend machen
Wissenschaftliche Grundlage des PelvicTools
Gezieltes Beckenbodentraining ist wissenschaftlich erwiesen, insbesondere bei Beckenbodenschwäche und Harninkontinenz. Biofeedback unterstützt dich dabei, die Muskulatur korrekt und vielseitig zu aktivieren, hilft dir, falsches Anspannen beim Üben zu vermeiden und kann die Trainingsqualität verbessern. Zahlreiche klinische Studien bestätigen, dass die visuelle Rückmeldung die neuromuskuläre Kontrolle fördert. Du übst also genauer und hast dadurch bessere und schnellere Ergebnisse.
Wichtig: Biofeedback ersetzt keine ärztliche Abklärung. Bei Schmerzen, starker Inkontinenz oder nach einer Operation solltest du dich von einer Fachperson beraten lassen. Das PelvicTool kann ein wertvoller Bestandteil deiner Therapie sein, es ersetzt sie aber nicht völlig.
Für wen eignet sich das PelvicTool
Das PelvicTool richtet sich an alle, die ihren Beckenboden gezielt stärken oder entspannen möchten. Es kann besonders hilfreich sein nach einer Geburt, wenn die Rückbildung unterstützt werden soll, bei Blasenschwäche oder Inkontinenz, in den Wechseljahren, für Männer nach einer Prostataoperation, bei Rückenschmerzen, die mit einer schwachen Körpermitte zusammenhängen, und für alle, die ihre Beckenbodenwahrnehmung verbessern wollen.
Auch auf die Sexualität kann ein bewusst trainierter Beckenboden positive Auswirkungen haben. Viele berichten über eine intensivere Körperwahrnehmung, mehr Kontrolle und weniger Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.
Spezialisierte Physiotherapeutinnen und Kinderurologen setzen das PelvicTool auch bei Kindern und Jugendlichen ein. Durch den spielerischen Aufbau der App fällt es ihnen leichter, den Beckenboden wahrzunehmen und das Entspannen der Beckenbodenmuskulatur zu erlernen.
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Im Vergleich zu anderen Geräten ist das PelvicTool sehr angenehm zum Draufsitzen, der Sitz ist weich und bequem. Die kurzen Trainingseinheiten machen wirklich Spass und sind effektiv. In der App gibt es zum Beispiel ein Pfeilbogenschiessen als Übung. Du siehst deinen Fortschritt und bist motiviert. Der Aufwand ist minimal: kein Entkleiden und du musst auch nichts einführen. Deshalb empfehlen wir das PelvicTool bei BeBo® gerne und bieten es auch in unserem Shop zusammen mit online Schulungen an.
Jolanda Kull, Geschäftsführerin BeBo®
Das PelvicTool in der therapeutischen Praxis
Du bist PhysiotherapeutIn, BeckenbodentrainerIn/-therapeutIn, Hebamme oder im Gesundheitswesen tätig? Dann kann das PelvicTool, deine Beckenbodenarbeit ideal ergänzen. Du kannst deinen PatientInnen direkt zeigen, ob sie den Beckenboden korrekt ansteuern. Die visuelle Rückmeldung auf dem Bildschirm ersetzt das abstrakte „Spannst du an?“ durch ein nachvollziehbares Ergebnis. Das erleichtert dir die Anleitung und macht den Fortschritt für deine PatientInnen sichtbar.
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In der Befundung hilft das Gerät, die Koordinationsfähigkeit des Beckenbodens einzuschätzen. Du kannst in der Therapie damit gezielt an Wahrnehmung, Kräftigung und Entspannung arbeiten. Gerade bei PatientInnen, die Schwierigkeiten haben, den Beckenboden zu spüren oder zu entspannen, kann Biofeedback den therapeutischen Prozess unterstützen.
Das PelvicTool arbeitet nicht-invasiv und eignet sich damit auch für empfindliche PatientInnen, nach Operationen oder in der Rückbildung. Deine PatientInnen können dank der App das Training anschliessend eigenständig zu Hause fortführen. Sie sind motivierter und erzielen langfristig gute Ergebnisse.
Wir bei BeBo® nutzen das PelvicTool seit vielen Jahren in unseren Kursen und Schulungen. Unsere Fachpersonen schätzen, dass sich Übungen damit anschaulich vermitteln lassen und PatientInnen das Gelernte später selbstständig weiterführen können.
PelvicTool Erfahrung
Als Hebamme sehe ich in meiner täglichen Arbeit, mit welchen Herausforderungen Frauen rund um Schwangerschaft, Geburt und Rückbildung in Bezug auf ihren Beckenboden konfrontiert sind. Mit dem PelvicTool habe ich das perfekte Instrument, um den Frauen einfach effektive Wege zurück zu einer hohen Lebensqualität aufzuzeigen.
Julia Binder, BSc, Hebamme Wien
So wendest du das PelvicTool an
Vorbereitung
Lege das Sitzkissen auf einen stabilen Hocker oder Stuhl und setze den Sensortube ein. Lade die kostenlose PelvicTool-App herunter und aktiviere Bluetooth. Drücke den türkisfarbenen Teil des Sensortubes kurz zusammen, um ihn zu aktivieren. Er verbindet sich automatisch mit der App.
Training
Setze dich aufrecht und entspannt auf das Kissen. Die App führt dich durch verschiedene Programme: Anspannen, Halten, Entspannen. Auf dem Bildschirm siehst du unmittelbar, was passiert. Die App kalibriert zu Beginn jeder Einheit deinen aktuellen Zustand, sodass du immer im passenden Belastungsbereich trainierst.
Dauer und Häufigkeit
Bereits fünf Minuten, zwei- bis dreimal pro Woche, können spürbare Verbesserungen bringen. Lange Einheiten sind nicht nötig. Entscheidend ist, dass du regelmässig übst. Die App dokumentiert deine Fortschritte, damit du dranbleibst.
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Drei Übungen mit dem PelvicTool
Diese Übungen helfen dir, deinen Beckenboden wahrzunehmen und gezielt zu trainieren. Du machst sie auf dem PelvicTool sitzend und verfolgst dein Ergebnis auf dem Bildschirm.
Übung 1: Beckenboden wahrnehmen
Setz dich aufrecht auf das PelvicTool. Spüre deine Sitzbeinhöcker. Zwischen ihnen liegt dein Beckenboden. Stell dir die drei Körperöffnungen vor: After, Vagina (oder Damm beim Mann) und Harnröhre. Schliesse sie sanft, ohne Kraft. Beim Ausatmen ziehst du den Beckenboden leicht nach innen oben. Beim Einatmen lässt du bewusst los. Auf dem Bildschirm siehst du, ob die Aktivierung ankommt. Diese Übung schult die Wahrnehmung und bildet die Grundlage für jedes weitere Training.
Übung 2: Spannung halten und kontrolliert lösen
Aktiviere deinen Beckenboden wie in Übung 1. Halte die Spannung für fünf Sekunden und beobachte, ob die Kurve auf dem Bildschirm stabil bleibt. Dann lass kontrolliert los und warte, bis die Kurve auf Null steht. Wiederhole das fünf- bis achtmal. Wichtig: Die Spannung nicht nur aufbauen, sondern auch wirklich wieder lösen. Ein Beckenboden, der dauerhaft festhält, verliert seine Elastizität und kann ebenso Probleme verursachen wie ein zu schwacher.
Übung 3: Schnellkraft für den Alltag
Spanne den Beckenboden kurz und kräftig an, halte nur eine Sekunde und lass sofort wieder los. Wiederhole das zehnmal in schnellem Wechsel. Diese Übung simuliert, was dein Beckenboden häufig im Alltag leisten muss: schnelles Reagieren z.B. beim Niesen, Husten, Lachen oder einem überraschenden Schritt ins Leere... Die App zeigt dir, ob du jedes Mal vollständig entspannst, bevor du erneut anspannst.
Ob in der Therapie, in der Rückbildung oder für das eigenständige Training zu Hause: Wir bei BeBo® können das PelvicTool als Ergänzung zum Beckenbodentraining sehr empfehlen. Du findest es in unserem Shop.
Wenn du unsicher bist, ob ein Biofeedback-Trainer für dich das Richtige ist, lass dich von einer BeBo®-Fachperson beraten.
In diesem Anwendungsvideo siehst du Schritt für Schritt, wie das Training mit dem PelvicTool funktioniert und wie einfach sich die App bedienen lässt. Schau es dir an:
PelvicTool noch besser verstehen
Der Hersteller Alonea hat eine ausführliche FAQ-Seite zum PelvicTool zusammengestellt. Da findest du klare Antworten auf die typischen Fragen aus Praxis, Training und Therapie. Ideal, um offene Punkte schnell zu klären.
Für Fachpersonen bieten wir mehrmals im Jahr Online-Produktschulungen an.
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