FAQ – frequently asked questions

Häufig gestellte Fragen zum Beckenbodentraining

Wer und in welchem Alter soll ein Beckenbodentraining besuchen?

Beckenbodentraining eignet sich für jede Frau und jeden Mann egal welchen Alters, sei es zur Prävention oder zur Verbesserung einer möglichen Beckenboden-/Blasenschwäche, Inkontinenz, Senkungsbeschwerden oder sonstigen Beckenboden-Problemen. Einige unserer BeBo® Fachpersonen bieten auch Beckenboden Training für Männer an. Das ist sinnvoll bei erektiler Dysfunktion, Inkontinenz, Prostataproblemen und zur Prävention.

Wie weiss ich, dass es eine Belastungsinkontinenz oder Dranginkontinenz ist?

Wenn du beim Husten, Niesen, Lachen oder Heben von schweren Lasten Urin verlierst, handelt es sich um eine Belastungsinkontinenz. Durch die plötzliche Druckwelle auf den Beckenboden kann der Beckenbodenmuskel diesem Druck nicht gegenhalten – er ist zu schwach. Wenn du einen plötzlichen, teilweise schmerzhaften Harndrang verspürst und teilweise auch unkontrolliert Urin verlierst, spricht man von einer überaktiven Blase oder Dranginkontinenz.

Weitere Informationen findest du hier:

Ich habe eine Blasenschwäche? Hilft Beckenbodentraining auch bei diesem Problem?

Bei einer Blasenschwäche steht an erster Stelle die Abklärung beim Arzt. Ein gezieltes individuelles Beckenbodentraining mit viel Information ist sinnvoll und kann helfen, die Blasenschwäche wieder in den Griff zu bekommen.

Wie viel soll oder muss ich pro Tag trinken?

Mindestens 1,5 – 2 l Flüssigkeitszufuhr wird empfohlen. Eine gute Orientierung ist dabei die Ausscheidungsmenge. 1,5 l Ausscheidung pro Tag tun Nieren und Blase gut. Zu viel trinken kann Blasenbeschwerden übrigens auch verschlimmern. Mehr Infos zur Trinkmenge findest du beim Blasenzentrum Zürich.

Was wird beim Training vermittelt?

BeBo® arbeitet ganzheitlich mit Konzentration auf den Beckenboden. Diese Themen werden in unseren Kursen behandelt:

  • Wahrnehmen

  • Anspannen und Loslassen

  • Mobilisieren

  • Kräftigen

  • Entspannen

  • Zusammenhang Beckenboden und Atmung

  • Rumpfmuskulatur

  • Alltagsverhalten bei Arbeit, Sport, Freizeit

Die Bücher "Entdeckungsreise zur weiblichen Mitte" und "Die versteckte Kraft im Mann" bilden die Basis für die Kurse und zeigen dir, wie du deinen Beckenboden besser wahrnimmst, kräftigst und entspannst. Dir wird bewusst, wie du deinen Beckenboden vor Belastungen schützen und mit vielen Übungen stärken kannst. Erhältlich in unserem Shop.

Wie viele Trainingseinheiten sind sinnvoll?

Um die Wahrnehmung, das Loslassen und Anspannen, die Atmung und die Kräftigung richtig in den Alltag zu integrieren, empfehlen wir mindestens 7 Trainingseinheiten in einem Abstand von einer Woche! Damit das Gelernte nicht vergessen geht, bieten einige unserer BeBo® Fachpersonen monatliche BeBo-Treff-Kurse (Repetitionskurse) an. Hier findest du deine TrainerIn oder TherapeutIn.

Ich bin jung und habe trotzdem schon Blasenbeschwerden. Ist das nicht ein Problem, das nur ältere Personen betrifft?

Blasenbeschwerden können in jedem Lebensalter auftreten. Sie sollten in jedem Fall ärztlich abgeklärt werden. Stress, Infekte, Überlastung z. B. beim Sport können gerade bei jungen Frauen Ursachen meist vorübergehender Beschwerden sein.

Ich muss nachts 2-3 Mal aufstehen. Ist das normal?

Mehrmaliges Wasserlassen in der Nacht kann den erholsamen Schlaf beeinträchtigen und langfristig tagsüber zu Beschwerden wie Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder Kopfschmerzen führen. Die Ursache ist allerdings nicht immer krankhaft, sondern einfach von der Trinkmenge vor dem Schlafengehen abhängig. Trinkt ein Mensch jedoch normale Mengen und muss dennoch häufiger als zweimal pro Nacht zum Wasserlassen auf die Toilette, spricht man von Nykturie. Diese sollte gründlich abgeklärt werden, um eine organische Erkrankung (z. B. Diabetes) auszuschliessen.

Hilft Beckenbodentraining in jedem Fall?

Im Anfangsstadium einer Blasen- oder Beckenbodenschwäche können die Symptome durch ein gezieltes Beckenbodentraining gebessert werden. In fortgeschrittenen Stadien ist das regelmässige Training eine sinnvolle Unterstützung des Genesungsprozesses. Voraussetzungen sind aber immer eine gute Wahrnehmung der Muskulatur, regelmässiges Üben und die optimale Integration in den Alltag. Dabei hängt der Erfolg des Beckenbodentrainings natürlich auch von den eigentlichen Ursachen der Beschwerden ab.

Wird das Training von der Krankenkasse bezahlt?

Die meisten unserer Fachpersonen sind von der Krankenkasse anerkannt. D.h., du bekommst dein Training evtl. voll oder teilweise bezahlt. Kläre das am besten vorher mit deiner TrainerIn oder TherapeutIn und deiner Krankenkasse ab.

Für die Frau: Ist es sinnvoll, bei einer Senkung der Gebärmutter den Beckenboden zu trainieren oder muss operiert werden?

Ein gezieltes Beckenbodentraining mit angepassten Übungen kann Erfolg bringen, sodass eine Operation verschoben oder gar ganz verhindert werden kann. Eine ärztliche Abklärung ist auf jeden Fall notwendig.